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Marina Bär Selbstleuchten · Life Coach · Pädagogin

Einzelcoaching · Gruppen · Kurse · Naturerlebnisse

Selbsterfahrung · Selbsterkenntnis · Selbstverwirklichung

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Hochsensitivität

Hochsensitivität betrifft rund 20 % der Bevölkerung, Tendenz steigend. Jeder Mensch ist auf eine Art Sensibel (Wahrnehmung über die fünf Sinne) oder Sensitiv (Wahrnehmung über weitere Sinne). Menschen mit hochsensiblen Persönlichkeitsmerkmalen verarbeiten mehr Informationen als Normalsensible, wobei die Ausprägungen so unterschiedlich sind, wie es Fingerabdrücke gibt. Innerhalb der Hochsensitiven gibt es zahlreiche Abstufungen, was ein sehr breites Streufeld ergibt.

Der Begriff hochsensible Persönlichkeit (HSP) wurde von der amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron geprägt. Ich persönlich bevorzuge den Ausdruck hochsensitive Persönlichkeit, weil er weniger behaftet ist. In der Wissenschaft spricht man auch von erhöhter Neurosensitivität. 

Eine Frage des Bewusstseins

Es gibt Menschen, welche andere auf Dinge aufmerksam machen. Auf diese Weise gelangen Themen in unseren Fokus, welche zuvor ausgeblendet waren. Dabei wandert Aufmerksamkeit in neue Bereiche. Das ist Bewusstseinserweiterung: Man dehnt sein Bewusstsein in Ebenen aus, die man zuvor noch nicht gekannt hat.

So kann es sein, dass die einen die Existenz von etwas vehement verneinen, während andere schon längst damit leben. Dieser natürliche Entwicklungsprozess ist für jedes Wesen möglich. Sobald es bereit ist, richtet es den Fokus auf einen neuen Bereich, taucht in ihn ein und beginnt mit der Erforschung. Dabei entdeckt es, je länger und eingehender es sich mit dem Thema befasst, eine unglaubliche Tiefe und Vielseitigkeit in dieser Sache. Je nach Potenzial, das wir auf die Erde bringen, haben wir andere Interessen und Prioritäten. Darum will der Eine alle Fragen beantwortet haben, während ein anderer zufrieden ist mit seinem Nichtwissen. Jeder hat ein Recht darauf, seinen Weg zu gehen. Alle sollen ihre individuellen Überzeugungen leben dürfen und sich im eigenen Tempo entfalten können.

Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der HSP-Betroffenen höher ist, weil immer mehr darüber gesprochen wird. Auch befinden wir uns in einer herausfordernden Zeit, in der es darum geht, mehr mit sich in Kontakt zu sein. Sobald wir uns für uns öffnen, nehmen wir automatisch mehr wahr. Es ist, wie wenn man mit einem Fernrohr einen Ausschnitt genauer betrachtet. Dann sieht man mehr. Sinne entwickeln sich nicht einseitig. Eine feinere Wahrnehmung entsteht gleichzeitig nach innen und nach aussen. Wer sich für sein Empfinden interessiert, ist auch empfänglicher für das der anderen. Je mehr achtsame Menschen es gib, umso mehr Hochsensitive werden sich zeigen. Was nicht bedeutet, dass sie vorher nicht existiert haben. Sie wurden einfach anders bezeichnet oder weniger beachtet.

Einige Merkmale Hochsensitiver:

  • Nervenreize nehmen sie intensiver wahr
  • ihre Gehirnaktivität ist überdurchschnittlich hoch
  • sie benötigen mehr Pausen um ihre Eindrücke zu verarbeiten
  • in der Regel ist ihre Intuition stark ausgeprägt
  • oft nehmen sie andere wichtiger als sich selbst
  • sie können sehr streng zu sich selbst sein
  • oft fällt es ihnen schwer, sich abzugrenzen
  • es besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Stress
  • … welche Merkmale würdest du hervorheben?

Test

Wie stark man diese Persönlichkeitsmerkmale entwickelt hat, kann man herausfinden, indem man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Folgender Link zum Beispiel HSP Test auf zartbesaitet.net führt dich zu einem Test. Es geht dabei nicht darum, dich in eine Schublade zu stecken. Vielmehr können die Fragen deine Aufmerksamkeit auf Punkte richten, welche bei Hochsensitiven Einfluss auf das Wohlbefinden ausüben können. Wenn du dich kennst, klarer wahrnimmst, kannst du besser auf deine Bedürfnisse eingehen und dafür sorgen, dass es dir gut geht. Du kannst den Test dazu nutzen, über dich zu reflektieren und daraus Rückschlüsse für deinen Alltag ableiten.

Nervensystem

Aufgrund persönlicher Erfahrung weiss ich, dass Hochsensitivität mit einem überaktiven Nervensystem gleichzusetzen ist. Das System verarbeitet mehr Informationen als bei Normalsensiblen und verlangt besondere Aufmerksamkeit. Einerseits setzt es mehr Energie um und benötigt entsprechende Nahrung. Andererseits braucht es regelmässig Erholungsphasen, um herunterzufahren und Erfahrungen zu integrieren. Stress fördert bekanntlich die Leistungsfähigkeit. So kann es vordergründig wirken, als wäre alles in Ordnung, während das System bereits an Überforderung leidet. Das geht bis zu einem gewissen Punkt gut und dann ist fertig mit der Vernachlässigung der eigenen Ruhebedürfnisse. Dann heisst es: Erholen  – und zwar ohne dabei die Gedanken turbomässig kreisen zu lassen. Hilfreich ist es, die Energie aus dem Kopf in den Körper zu bringen. Grundsätzlich gilt: Eine achtsame Wahrnehmung und liebevolle Selbstfürsorge unterstützt die ganzheitliche Gesundheit. Mit dieser Einstellung erkennt man früh genug, wann die nächste Pause ansteht.

Burnout

Ich habe früh in meinem Leben schon viele Hilfsmittel kennengelernt, die mir im Umgang mit Stress helfen. Auch durfte ich erleben, wie wohltuend es ist, achtsam mit mir umzugehen. Trotzdem wählte ich den Weg der Trennung, der mich schlussendlich in ein Burnout führte. Während der Regeneration habe ich das vorhandene Wissen endlich umgesetzt. Und siehe da, es wirkte tatsächlich! Mehr dazu findest du hier: In der Kraft sein.

Wer ein Ausbrennen verhindern will, tut gut daran, sich kennenzulernen und über die eigenen Bedürfnisse Bescheid zu wissen. Es ist besonders wichtig für Hochsensitive, dass wir uns in Liebe und Mitgefühl begegnen. Unser System unterstützen wir mit entsprechender Nahrung. Neben der geistigen und nervlichen Aktivität sollten wir für einen Ausgleich sorgen, der uns die nötige Ruhe gewährt. Ein achtsamer Lebensstil tut gut, auch wenn man aus Gewohnheit lieber über alles hinweghuscht… Bewegung und Ausdruck gleichen das mit Hormonen überfüllte System aus. Sie helfen auch, die Energie in ihren natürlichen Fluss zu bringen. Ein klarer Fokus hilft, die Aufmerksamkeit zu steuern und mit dem verbunden zu sein, was uns dient. Es gibt mittlerweile viel gute Literatur, welche dich mit hilfreichen Informationen nährt.

Du bist nicht allein

Meiner Überzeugung nach trägt auch der Bewusstseinswandel dazu bei, dass immer mehr Menschen ihre vorerst verborgene hochsensitive Veranlagung entdecken. Das Großartige an der Sache ist, wir sind nicht alleine! Wir sind sogar viele! Wenn immer mehr Menschen sich für ihre Sensibilität und Sensitivität öffnen, wird sich mit der Zeit auch etwas in der Gesellschaft verändern. Weg vom krankmachenden Leistungsdenken hin zu mehr Achtsamkeit und Wertschätzung. Natürlich geschieht das nicht von heute auf morgen. Aber jeder Einzelne trägt dazu bei, wenn er bei sich selbst eine Haltung der inneren Verbindung, des Friedens und der Aufrichtigkeit entwickelt.

Unsere Gaben

Hochsensitive stehen für Werte ein, die jedem Lebewesen guttun. Dazu gehören unter anderem Empathiefähigkeit, Rücksicht, Respekt, Liebe, Kreativität, Spiritualität, Achtsamkeit, Aufrichtigkeit und Hingabe. Was ich damit sagen will: Als Hochsensitive werden die meisten früher oder später durch das Körpersystem in ihre Grenzen verwiesen. Der Leistungsdruck kann zu Reizüberflutung, Stress oder Burnout führen. Dabei wird uns klar, dass wir fühlende Wesen sind und Bedürfnisse haben, denen wir Sorge tragen sollen. Die Normalsensitiven sind unter Umständen fähig, ihr Leben lang über Missstände hinwegzusehen und wie gehabt weiterzuleben. Sie kultivieren möglicherweise eine Haltung der Gleichgültigkeit, der Trennung, des Jammerns und können dabei aus unserer Sicht viel Schönes verpassen. Wir dürfen uns den Tatsachen stellen. Meistens passiert das ziemlich unfreiwillig.

Selbsterkennung, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung ziehen erfüllende Erfahrungen nach sich. Träume werden verwirklicht, Potenziale entfaltet. Dinge werden bewegt und Projekte finden ihre Umsetzung. Und zwar mit Hingabe, Leichtigkeit und Freude. Natürlich braucht es Aktivität (das Leben erledigt sich schliesslich nicht im Schlaf), aber die kostet nichts. Im Gegenteil, sie trägt das Geschenk eines reichhaltigeren Lebens in sich. Darum ist Hochsensitivität so wundervoll! Sie ist es Wert, die eine oder andere Krise zu bewältigen und voller Neugierde entdeckt zu werden! Hochsensitivität verdient unsere Aufmerksamkeit.

Aus Liebe zu sich selbst handeln

Jeder Mensch hat es verdient, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen und für sie einzustehen. Dabei geht es darum, etwas aus Liebe für sich selbst zu tun.

Weil ich mich liebe, tue ich etwas für mich, das mir guttut.

Dem inneren Frieden zuliebe. Manchmal brauchen wir eine Weile, bis wir dies begreifen. Es kann dauern, bis wir bereit sind, Verantwortung für uns zu übernehmen. Aber es gehört definitiv zu unserem Weg. Dabei verbinden wir uns mehr mit uns selbst, entdecken wer wir sind und dringen vielleicht sogar bis zum Kern unseres Wesens vor… An diesem Punkt erleben wir die Welt aus einer komplett neuen Perspektive und sehen Zusammenhänge, die vorher im Verborgenen geschlummert haben.

Lass uns loslegen

Ich trage dazu bei, unsere Werte zu erden und erlaube mir, die zu sein, die ich bin. Auch bin ich dafür, dass wir uns selbst-verwirklichen, unsere Potenziale entfalten, und dass wir unser Licht in die Welt scheinen lassen. Bist du dabei?

 

An welchem Punkt befindest du dich?

1. Gehörst du zu denen, die unbewusst mit ihrer Hochsensitivität leben, sich selbst nicht verstehen, ihre Andersartigkeit ablehnen und sich so fühlen, als würden sie nicht zu dieser Welt gehören? Vielleicht bist du „zufällig“ auf dieser Seite gelandet und begegnest diesem Begriff das erste Mal?

2. Weisst oder vermutest du, dass du hochsensitiv bist und hast dich bis jetzt nicht damit auseinandergesetzt? Bist du noch in der Ausweichhaltung? Magst du nicht auf deine besonderen Bedürfnisse eingehen und lieber weitermachen, wie bisher? Vielleicht willst du auch einfach nicht in eine Schublade gesteckt werden und dich nicht mit dem Thema auseinandersetzen?

3. Hast du dich mehr oder weniger damit abgefunden, dass du eine HSP bist? Erlebst du vorwiegend die negativen Auswirkungen? Erkennst du keine Gaben und Vorteile, sondern nur Leid und das Gefühl von ausgeliefert sein? Zum Beispiel könnten sich deine Gedanken ständig im Kreis drehen. Es kann sein, dass du nicht zur Ruhe kommst. Du könntest dich in anderen Menschen verlieren und dich zu sehr mit ihnen und ihren Problemen identifizieren. Vielleicht leidest du unter dem Helfersyndrom oder du kannst nicht loslassen und dein System leidet unter Daueranspannung? Egal was dich plagt, es gibt Wege, mit diesen Herausforderungen umzugehen und Erfüllung mit deinen besonderen Persönlichkeitsmerkmalen zu finden.

4. Vielleicht lebst du in Frieden mit deinen Qualitäten und geniesst deine Stärken? Dabei gehst du achtsam und respektvoll mit dir um und kennst Werkzeuge, mit denen du dich notfalls ausgleichen kannst. Wenn es mal schwierig wird, lässt du dich nicht aus der Ruhe bringen, weil du deinem Weg und dir vertraust. Du erlaubst deine Kraft. Dein Licht und deine Potenziale leuchten dir den Weg.

 

Mit diesen vier Phasen skizziere ich grob meinen Weg. Die Übergänge sind fliessend und teilweise bin ich sie rückwärtsgegangen. Es kann ein Hin und Her sein. Sie bieten dir eine grobe Orientierung.

Wenn man weiss, wo man ist, kann man auch herausfinden, wo man hinwill.

Lass dir Zeit bei der Auseinandersetzung. Lese Bücher, tausche dich mit Gleichgesinnten aus. Vielleicht wirst du im Hochsensibilität-Netzwerk, wo ich Mitglied bin, fündig? ​Spüre nach, was die Informationen mit dir machen und folge deiner Intuition. Du bist auf deinem Weg und der ist gut, so wie er ist.

Wenn ich dich unterstützen kann oder du Fragen hast, darfst du dich jeder Zeit über das Kontaktformular bei mir melden. Ich freue mich auf dich!